„Explizite Lyrik” Cover zensiert… schon wieder!
17. August 2012 in J.B.O.
Schon wieder wurden J.B.O. zensiert und wieder traf es das Cover des Debütalbums „Explizite Lyrik“. Nachdem 1996 der ursprüngliche Bandname „James Blast Orchester“ von den CDs gestrichen werden musste, hat es jetzt den „Warnhinweis“ getroffen, der im unteren Drittel des Covers steht. Zumindest im iTunes Store wird die Cover-Abbildung zur „Explizite Lyrik“ in Zukunft ohne diesen Hinweis auskommen müssen:
„Vorsicht! Diese CD ist gefährlich!! Diese CD kann Ihren CD-Player zerstören und führt bei Überdosierung unweigerlich zu völliger geistiger Verwirrung und Verblödung. Bei zelebralem Griesbrei und Nebelbildung sagen Sie Ihrem Arzt, er sei ein Apotheker.”
Man mag es kaum glauben, aber die Kontrolleure von Apple sind der Überzeugung, dass diese Warnung ein verbotener Hinweis auf die CD-Fassung des Albums wäre. Diese Ansicht ist aber auch bei Apple neu, schließlich war das Album bislang mit dieser Warnung auf dem Cover im iTunes Store, erst bei der Neueinreichung wegen der Neuveröffentlichung bei Megapress ist man bei Apple auf diese Warnung aufmerksam geworden. Wirklich lustig ist das natürlich nicht, schließlich ist das ein Eingriff in die künstlerische Freiheit, aber auf der anderen Seite kann man heute kaum noch auf den iTunes Store als Vertriebsweg verzichten, also gibt es das J.B.O.-Debütalbum bei iTunes nur noch mit einer Cover-Abbildung ohne diese Warnung. Aber auch iTunes-Käufer müssen nicht auf eine historisch korrekte Cover-Abbildung verzichten, extra für Euch haben wir die ursprünglich auch für iTunes vorgesehene Abbildung hier zum Download hinterlegt.
Und hier noch die Original-Pressemittelung von J.B.O./Megapress:
Im Juli konnten J.B.O. ihr legendäres Frühwerk „Explizite Lyrik“ endlich über ihr hauseigenes Label MEGAPRESS veröffentlichen. Doch kaum einen Monat im Handel, schlägt die Zensur erneut zu: Um auch im iTunes Store erhältlich zu sein, verlangt die Firma Apple von J.B.O. eine optische Änderung des bereits berüchtigten Covers. Grund ist der satirische Hinweis, der auf dem Titel des Booklets auf die „Gefahren der CD“ verweist. Für Apple ein verbotener Hint darauf, dass es die Songs auch als physikalischen Tonträger zu kaufen gibt! Kurios, denn so muss sich das liebevoll in „Schwarz Rosa Gold“ gestaltete Titelbild des 1995er Erfolgs-Albums zum zweiten Mal korrigieren lassen… Bereits 1996 fiel der ursprüngliche Bandname „James Blast Orchester“ einer Unterlassungserklärung gegenüber Polydor zum Opfer. J.B.O. nehmen‘s gelassen: Auch für iTunes-Nutzer ist das Original-Cover direkt auf der Band-Homepage erhältlich.
„Vorsicht! Diese CD ist gefährlich!! Diese CD kann Ihren CD-Player zerstören und führt bei Überdosierung unweigerlich zu völliger geistiger Verwirrung und Verblödung. Bei zelebralem Griesbrei und Nebelbildung sagen Sie Ihrem Arzt, er sei ein Apotheker.”
Seit der Erstveröffentlichung 1995 zierte dieser „Warnhinweis” das Cover des Albums „Explizite Lyrik“ und wurde bisher auch von niemandem ernst genommen. Von niemandem außer Apple. Nach der Neuveröffentlichung der Platte über das bandeigene Label Megapress, wurde die Band von einer Nachricht des iTunes Store Betreibers überrascht: Das Album könne in der Form nicht neu in den Store aufgenommen werden, da sich auf dem Cover ein Hinweis auf das physikalische Produkt befindet, was laut den Richtlinien des Stores untersagt sei. Das Cover sei entsprechend zu ändern.
Vito C.: „Das kam für uns wirklich überraschend, schließlich war das Album ja schon mit genau diesem Cover im iTunes Store”. Einerseits ist man in Erlangen natürlich amüsiert über die Humorlosigkeit von Apple, andererseits ist so ein Vorgehen bedenklich. „Früher waren Alben Gesamtkunstwerke, da zählten nicht nur die Songs, sondern gerade auch das Cover und das Booklet”, ergänzt Hannes „G.Laber“ Holzmann. „Der letzte kümmerliche Rest dieses Gesamtwerkes in einem Download-Store ist die Abbildung des Covers und da will Apple jetzt auch noch mitreden”. Immerhin geht es hier ja nur um einen satirischen Hinweis in einem historischen Kontext und nicht um gesetzlich fragwürdige Inhalte. Auch die „moralischen Standards” des US-Unternehmens werden nicht verletzt. Wolfram: „Wir haben doch nicht mal Titten auf dem Cover”.
Auch wenn die Forderung von Apple nicht nachvollziehbar ist, schließlich handelt es sich doch eher um eine „Warnung” vor dem physikalischen Produkt als um einen Hinweis darauf, wurde das Album nun mit einem geänderten Cover an Apple übermittelt. „Wer möchte schon auf den iTunes Store als Vertriebskanal verzichten?”, fragt Ralph Bach. Für die Fans, die das Album bei iTunes kaufen gibt es deshalb auf der Band-Homepage www.jbo.de ab sofort den Scan des Original-Covers zum Download.
Für Vito C. steht fest: „Es ist fantastisch, dass es legale Download-Stores wie iTunes gibt, keine Frage, aber ich werde auch in Zukunft lieber CDs mit unverfälschtem Cover und Booklet kaufen.”
sind die denn alle komplett bescheuert?
[...] „Explizite Lyrik” Cover zensiert… schon wieder! [...]
:O
was is davon die begründung ? oder habt ihr es selber zensiert ?
Die haben schon einen Knall bei Apple, oder? Sollte doch jedem Klar sein, das ein Großteil der bei iTunes kaufbaren Sachen auch auf Physikalischen Tonträgern zur Verfügung steht. Was ist denn, wenn auf einem Cover eine LP abgebildet ist? Muss die auch weg?
Die haben alle echt nichts sinnvolles zu tun….
jefällt ma nich mann sind die blöd
Ist das nicht schon Krankhaft, armes Deutschland
Es ist nicht zu glauben…. die spinnen doch total.
Aber, ist mir wurscht, ich habe eh alle CD´s mit original Cover
totaler schwachsinn -.-
bin froh, dass ich mir vor -zig Jahren die Original-CD gekauft habe. Meine Kinder sind TROTZDEM unbeschadet aufgewachsen *g*
[...] J.B.O. bieten ab sofort den von Apple abgelehnten Cover-Scan einfach zum Download an, damit auch zukünftige iTunes-Kunden das unzensierte Cover in ihrer Mediathek [...]
Ok, hab mich gestern gefragt, warum iTunes das Cover nicht findet und so schnell kam ich zu meiner Antwort.
Allmächt, wenn das mal nicht ein Schnellmerker von der Firma Langsam war. Wie lange ist das Album jetzt schon draußen??!? Wahrscheinlich hat das sinnvolle Zusammensetzen von Buchstaben etwas Zeit beansprucht.
zum glück steht in meinem cd-regal auch die unzensierte erste version
Wie Gut das ich bei meinen Lieblingskünstlern(auch j.b.o.) immernoch die Gute Alte CD kaufe, die spinnen die Ami´s, da haben wohl einige zuviele schlechte Äpfel gegessen…..
ich hab ja zum glück die cd mit originalcover
und warum? Weil wieder keiner ohne “mimi” glücklich ist o.O
nun ist Apple auch noch ein amerikanisches Unternehmen, welches einen Warnhinweis (!) entfernt und man stelle sich jetzt vor, dass diese CD (in diesem Falle eher MP3) tatsächlich den (CD-)Player kaputt spielt und nach dem Hören wirklich eine geistige Störung diagnostiziert wird.. O M F G! ;D
Einfach nur bescheuert!
Die hamn dochn rad ab…
Neeiiijen ! die verteidiger des wahrenblödsinns !
Kann ich Apple jetzt verklagen wenn mein CD-Player kaputt geht da der offensichtliche Warnhinweis der mich davor hätte bewaren können ja von Apple entfernt wurde?
Wolframs kommentar is der hammer ey
Scheiß auf Apple! Lieber ne OriginalCD als mp3 bei ITunes lol!
Wenn man unbedingt mp3s haben will, dann rippt man sich die ORIGINALCD aufn PC
Also dass das Schwachsinn ist, was Apple da macht, da sind wir uns sicher einig. Aber mich würde mal interessieren warum man dem nachgibt? – Man möchte nicht auf einen solchen Vertriebsweg verzichten? – Schwache Begründung, denn so sagt man, dass der Verkauf eines/mehrerer Downloads eines Albums, das bereits lange veröffentlicht ist und das jeder Fan im Original zu Hause stehen haben sollte, wichtiger sei als die künstlerische Gesamtkonzeption. Ich finde das ganz schön schwach, dass man hier nicht dem schnöden Mammon widerstehen kann. – Daumen runter für ein geändertes Cover und hand runter für die Engstirnigkeit bei Apple.
lol,, kommen aber früh drauf die sittenwächter
die ewigen spassbremsen sterben wohl nie aus…
Apple zensiert J.B.O Cover im iTunes Store: http://t.co/LMvrHZN0
@Thomas: Warum man nachgibt? Weil man als Berufsmusiker darauf angewiesen ist, das Menschen für die Musik (auf welche Art auch immer) Geld bezahlen. Download-Stores sind da inzwischen ein wichtiger Teil davon und eben gerade auch iTunes darunter ein enorm wichtiger. Darauf zu verzichten muss man sich erst mal leisten können.
Denn was macht jemand (und davon gibt es genug), der eben keine CDs mehr kaufen will? Er kauft sich im Idealfall das Album dort, wo es ihm angeboten bekommt – also sehr häufig bei Apple.
Wie waers mit n spruch mit download statt cd und mediaplayer statt cd player
[...] J.B.O. Fans [...]
Liebe Apple-Fans, es macht echt voll Spaß, bevormundet zu werden, oder? RT @Cord__ http://t.co/SrjWK9tB Apple zensiert J.B.O. *kopfschüttel*
In der Welt von #Apple sind CDs doppelplusungut und müssen aus der Erinnerung getilgt werden. http://t.co/I32e6yP4 #wtf
Zum Thema wie man seine Musik kauft: Könnt ihr die Explizite Lyrik nicht mal als LP rausbringen?? Die hätt ich so gern in meiner Vinyl Sammlung.
Warnhinweise dürfen halt nur noch uff Kippenschachteln stehen….