J.B.O. im Abenteuerland Kroatien (2002)

Dies ist die Geschichte von vier rosa Franken, die sich im Jahr 2002 aufgemacht haben nach Kroatien, um eine neue CD zu produzieren…

Liebe Fans,

heute wollen wir Euch erzählen, wie wir uns aufgemacht haben, eine neue CD zu produzieren im Jahre 2002.

Nachdem wir in Form einer großen Karawane, bestehend aus 3 PKWs und einem grooooooßen Laster (nein, nicht der Alkoholismus!!), in welchem unsere ganzen Instrumente und Studiomaschinerie gestapelt waren, aufgebrochen sind (puh, Kurve gekriegt), dauerte es nur wenige Stunden, bis wir uns unsere erste österreichische Vignette kaufen durften. Dabei stellten wir fest, dass die österreichischen Euros fast ganz genauso aussehen, wie die unsrigen – das machte uns froh.

Weniger froh machte es uns, als wir kurz vor der Ausreise aus dem Haider-Land feststellen mussten, dass der Laster ein Leck im Tank hatte. Doch Dank kärntener Schweisserhandwerkskunst konnten wir nach einer kleinen Pause von ca. 8 Stunden die Reise fröhlich pfeifend über Italien fortsetzen.

http://www.youtube.com/watch?v=kqcmFFTdZto

Die Ausreise aus dem Euroland gestaltete sich recht problemlos, da wir es nicht versäumt hatten, unseren kompletten Musikschrott schon vor der Abreise verzollen zu lassen.

Ralph beim FrühstückSo waren wir jetzt also auf dem Balkan (Slowenien nämlitsch) angekommen. Die wollten dann schon genauer wissen, was wir nettes geladen hatten. Noch genauer jedoch wollten es später die Kroaten wissen, als wir an deren Grenze angelangt waren. Zu diesem Zeitpunkt waren wir froh, dass wir noch unsere Augen offen halten konnten. Wir waren ja schon ca. 21 Stunden auf der Strasse. Die restlichen drei Stunden gingen dann aber auch noch rum und wir kamen früh am Morgen in Vrh an. Das befindet sich auf der Insel Krk, die eigentlich gar keine Insel mehr ist, da sie durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist.

Der nächste Tag (2.Februar) begann sehr spät, aber sonnig, so daß wir gleich auf der Terasse spätstücken konnten – und das im Februar! :)

Unser Star-Produzent Christoph stellte beim besichtigen der Räumlichkeiten fest, dass ihm zur akustischen Glückseeligkeit eine Mauer im Aufnahmeraum fehlte (und ein Loch in der Decke!). Als wir dies dem Vermieter unterbreiteten, war sein Kommentar zu unserem Erstaunen: „Nema problema”, was uns gleich zum kroatischen OBI eilen ließ, um Steine und Baumaterialien zu besorgen.

Der eine oder andere von uns brauchte schon etwas Zeit, um sich damit anzufreunden, jetzt ersma zu mauern und nicht zu musizieren, was den Rest nicht davon abhielt, krass Sache zu machen :).

Wir mauernDer letzte Stein

Als die Mauer fertig war, konnten wir uns nun an die Einrichtung der Räumlichkeiten mit den verschiedensten musikalischen Gerätschaften machen.

RackkriechenSchlagzeug-AufbauSchlagzeug-Party

Als alles fertig war, machten wir eine lustige Party, bei der jeder mal auf dem Schlagzeug rumhauen durfte – so ein Spaß! (Wolfram war grad aufm Klo)

MadonnaHannes' neue FrisurVöllig nüchtern

Unsere HütteAls wir uns wiederum richtig ausgeschlafen hatten, beteten wir um die richtigen musikalischen Eingebungen. Und siehe da, die Ideen sprudelten und wurden sofort auf diversen festen Platten und weichen Hirnen gebannt. Eine echte Inspiration war Hannes neue Frisur. Und besonders hilfreich war auch die nüchterne Betrachtungsweise unseres Produzenten Christoph W.H. Beyerlein.

Nach diversen völlig nebeligen Dämmertagen, die uns die Arbeit drinnen erleichterte, gab es auch mal wieder Sonne. Da sah’s dann echt schön aus in Vrh.

Aber schon am nächsten Tag pfiff uns draußen wieder die Bora um die Ohren, was Blödsinn machen im Haus-Inneren katalysierte. Außerdem aufnehmen aufnehmen aufnehmen auf….

http://www.youtube.com/watch?v=B9l0MDWo2Jw

http://www.youtube.com/watch?v=39Z2Z3UoVRA

Wir hatten übrigens auch eine Studio-Katze namens Kici (sprich: „Kitschi” = polnisch „Kätzchen”… Exkurs: Warum polnisch? Wir sind doch in Kroatien? Ja, aber mindestens zweimal im Jahr residiert in diesem Haus die polnische Damen-Olympiamannschaft der Gewichtheberinnen. Ehrlich!!  :) Diese wiederum gaben der Mieze ihren Namen) Jedenfalls delektierte (Fräääämdwörter!!) uns dieses Kätzchen in den Kaffeepausen und verbreitete eine heimelige Athmosphäre.

Küchen-IdylleStudio-Arbeit

Aber danach gings wieder ans Ackern! Und dabei blieb es auch erstmal die nächsten Wochen.

Viele Grüße von J.B.O. und dovidjenia! :)